Über

Hans W. Krämer
1960 in Prüm geboren, studierte u. a. bei Prof. Siegfried Ijewski, Loni Liebermann, Prof. Wilhelm Schürmann, Prof. Carl-Heinz Bauer. Nachhaltig prägend war seine studentische Assistenz beim Mailänder Bildhauer Günter Roth, ehemals Assistent von Marino Marini und enger Vertrauter Luicio Fontanas.

Die Kunstpädagogin Christel Arnoldi ermöglichte Hans W. Krämer schon in früher Jugend ein wegweisendes Seminar bei Günther Mancke, dem Mataréschüler und einflussreichen Weggefährten Josef Beuys´.
Krämers Werke, bis heute beflügelt vom Geist der intensiven Zusammenarbeit mit seinem Mentor Br. Lothar Güth / OSB in Maria Laach, verweisen auf die Zeitlosigkeit der Frage nach dem Sinn unser aller Existenz.

Seine frühe Hinwendung zur gegenstandslosen Malerei: ein Versuch der abstrakten Visualisierung unserer Suche nach dem Sinn des Daseins, unserer Vergegenwärtigung als Teil des Universums und die wache, verantwortungsbewusste Reflektion des Zeitgeschehens in Dankbarkeit und Respekt vor Gottes Schöpfung!

Die langjährige Auseinandersetzung mit der Wirkweise physikalischer und psychologischer Phänomene von Form und Farbe eröffnet dem/der geneigten Betrachter/in einen intensiven Einblick in einen individuellen inneren Kosmos; mitunter anstrengend und unbequemen, letztlich jedoch immer mit positivem und hoffnungsvollem Erkenntniszuwachs denn, wie der amerikanische Schriftsteller P. Mulford schon sagte:

„Wenn Du helle Dinge denkst, ziehst Du helle Dinge an Dich heran.“

Parallel zu den Arbeiten auf klassischer Leinwand spielt im sogenannten Tastbildzyklus, neben der Wirkweise der Farbe, die Dreidimensionalität, die Haptik und die archaische Materialhaftigkeit eine bedeutsame Rolle.

Die ursprünglich als behutsam berühr- / ertastbar angelegten Reliefbilder sollten, gleich der Wahrnehmbarkeit einer steinzeitlichen Höhlenmalerei, mit der Zeit einem Veränderungsprozess durch das Berühren, durch Fett, Säure und Oxidation ausgesetzt werden, bis der Künstler Einhalt gebietet und das Relief konserviert. Das Berühren von Skulpturen und Gegenständen als glückspendende Geste hat nicht umsonst eine Jahrtausende alte Tradition.

Corona führt dieses Experiment vorerst ad absurdum.